Historie

Die „Initiative Sorgekultur – solidarisch und gerecht sorgen in Stadt und Kreis Düren“ ist eine Weiterentwicklung und Ausweitung der Hospiz- und Palliativ Care – Bewegung hin zu einer allgemeinen zivilgesellschaftlichen Werte und Sorgekultur, die allen sorgebedürftigen Menschen die notwendige Unterstützung zukommen lässt. Weiter gedacht, umfasst die Sorgekultur nicht nur die Sorge um den Menschen, sondern auch einen sorgetragenden Umgang mit Welt und Umwelt als Lebenswelt von Mensch, Tier und Pflanzen. Das Projekt „Initiative Sorgekultur – solidarisch und gerecht sorgen in Stadt und Kreis Düren““ konzentriert sich auf die zivilgesellschaftliche Verantwortung sorgebedürftigen Menschen gegenüber und hat zum Ziel, ihre Versorgungsqualität zu verbessern und Versorgungsdefizite zu beheben.

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but were met with limited success. At the time, Nail care
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Das Projekt „Initiative Sorgekultur – solidarisch und gerecht sorgen in Stadt und Kreis Düren“ geht auf eine Initiative der Projektleiterin Gerda Graf zurück, (Ehrenvorsitzende des Deutschen Hospiz- u. Palliativverbandes, e. Vorstandsmitglied der Hospizbewegung  Düren-Jülich E.V.) und Toni Straeten ( Lebens- und Trauerhilfe Düren e.V.).  Im Februar 2015 startete sie eine Reihe „quergedacht“ mit namhaften Wissenschaftler/-innen. Ziel der Reihe war, die damalige Sterbehilfedebatte auf gesellschaftspolitischer Ebene den teilnehmenden Bürgern in Form einer Diskussion vorzustellen. In drei aufeinanderfolgenden Veranstaltungen wurden die Aspekte von Alter (Prof. Reimer Gronemeyer), Palliative Medizin (Prof. Roman Rolke), Würde (Staatssekretär Thomas Rachel), Organisationsethik (Prof. Andreas Heller) und Lebensqualität am Lebensende (Prof. Winfried Hardinghaus) vorgestellt und von den teilnehmenden Bürgern, welche aus sehr unterschiedlichen Gruppierungen kamen, diskutiert. Durch die rege Diskussion entwickelte sich ein grundsätzlicher ethischer Dialog über die Sorgekultur in Stadt und Kreis Düren. Aus diesem Dialogprozess heraus entstand eine multiperspektivische Arbeitsgruppe (AG Sorge-Echo), welche sich aus folgenden Gruppierungen und Personenkreise zusammensetzt: Unternehmen, Ärzteschaft, Pflege, Seelsorge, Kommunalpolitik, Ehrenamt, Schule, alte Menschen, Künstler und interessierte Bürger. Geleitet wurde dieser ethische Dialog von Gerda Graf gemeinsam mit Dr. Ruth Baumann-Hölzle, Leiterin des unabhängigen „Interdisziplinären Instituts für Ethik im Gesundheitswesen“ der Stiftung Dialog Ethik in Zürich.

Zur Thematisierung der Sorgekultur in Stadt und Kreis Düren fungierte die AG Sorge- Echo als Fokusgruppe, um die bereits bestehende Sorgekultur von Stadt und Kreis Düren zu analysieren und den eventuellen Handlungsbedarf zu formulieren. Die Mitglieder der Arbeitsgruppe erkannten, dass die bereits bestehenden haupt- und ehrenamtlichen Sorgeangebote in Stadt und Kreis Düren deutlich besser vernetzt und damit effizienter und effektiver werden müssten.

Zum Beispiel:

Handlungsbedarf wurde bei vulnerablen Menschen und ihren Angehörigen identifiziert: Erstens fehlt für diese Bevölkerungsgruppen kommunal ein niederschwelliger Zugang zu den bestehenden Sorgeangeboten und zweitens werden sie von der Gesellschaft kaum wahrgenommen, weil sie oft nicht in der Lage sind, selber Hilfe zu organisieren und sich Zugang zu den Sorgeangeboten zu verschaffen. Die AG Sorge-Echo ortete eine Versorgungslücke hinsichtlich des Zugangs zu Sorgeangeboten bei vulnerablen Menschen und ihren Angehörigen. Darüber hinaus waren sich die Arbeitsgruppenmitglieder einig, dass der Betreuungs- und Beratungsbedarf bei vulnerablen Menschen und ihren Angehörigen aufgrund der demographischen Entwicklung und des medizinischen Fortschritts längerfristig nicht werden gedeckt werden können, selbst dann wenn die bestehenden Angebote effizienter und effektiver zusammenarbeiten und der Zugang für diese Bevölkerungsgruppen niederschwelliger wird. Es ist deshalb dringlich, neue Hilfsangebote für vulnerable Menschen und ihre Angehörigen zu schaffen.

Alte Menschen werden mit fortschreitendem Alter zunehmend vulnerabel und hilfebedürftig. Die Belastung für betreuende Angehörige kann in dieser fragilen Lebensphase besonders hoch sein. Oftmals kennen weder die Menschen noch ihre Angehörigen die verschiedenen haupt- und ehrenamtlichen Sorgeangebote, sodass erst dann Hilfe gesucht wird, wenn nichts mehr geht. Dann muss die betreffende Person notfallmässig versorgt werden. Mit vermehrter und früher einsetzender Unterstützung können Notfallsituationen, emotional schwierige als auch finanziell aufwendige Situationen reduziert werden. Dank einer erhöhten Sensibilität der Bevölkerung und einer vermehrten Bereitschaft zur Nachbarschaftshilfe können Überforderungssituationen und Versorgungsdefizite besser wahrgenommen und angegangen werden. Hier lohnt es von der Hospizidee zu lernen. Unterschiedliche wissenschaftliche Disziplinen, gepaart mit befähigtem Ehrenamt, schufen in den letzten Jahrzehnten das was Hilarion G. Petzold als „polylog“ bezeichnet. Damit ist eine schöpferische Synergie gemeint, bei der jeder Beitrag wichtig ist, jeder sein Wissen, Können, und Wollen einbringt und so zur Ressource für die Anderen wird, die anderen unterstützt und sich von ihnen unterstützt weiss.[1] Mit einer gesellschaftlichen Sensibilisierung, der verbesserten horizontalen und vertikalen Vernetzung sowohl innerhalb der haupt- und ehrenamtlichen Sorgenangebote als auch sektorenübergreifend zwischen diesen kann die Versorgungseffizienz erheblich verbessert werden. Optimiert werden kann die Zusammenarbeit zwischen Versorgungsbereichen, Versorgungseinrichtungen und Berufsgruppen.

[1] Hilarion G. Petzold, in „Hochaltrigkeit“ 2011 vs-Verlag